Schützengilde Alt Bennebek

Das aktuelle Regentpaar der Schützengilde Alt Bennebek.
Das aktuelle Regentpaar der Schützengilde Alt Bennebek.

Geschichte der Schützengilden

"Die Entstehung des Schützenwesens reicht in Deutschland und dem benachbarten Ausland bis weit in das Mittelalter zurück. Älteste urkundliche Erwähnungen von Schützengilden stammen aus dem Jahr 1139 ... und 1190.

Die Bruderschaften hatten in dieser Zeit die Aufgabe, Haus und Hof in Kriegszeiten, bei Seuchengefahren und Glaubensstreitigkeiten zu schützen, besonders aber vor Gesindel, brandschatzenden Banden und Räubern zu verteidigen. In der Frühzeit ihres Bestehens waren sie reine Selbstschutzgemeinschaften." (Quelle: Wikipedia)

 

Die Alt Bennebeker Schützengilde im Licht der Geschichte

Auch die Schützengilde Alt Bennebek kann eine lange Tradition vorweisen und "wurde 1912 neu gegründet, wahrscheinlich ist sie viel älter. 2012 wurde das 100järhige Jubiläum mit vielen Gästen aus den Gilden der Nachbargemeinden und St. Knudsgilde Schleswig gefeiert.", beschreibt die Dorfchronik. Laut Landesarchiv wird die Alt Bennebeker Schützengilde tatsächlich schon 1756 erstmals erwähnt.

 

Und so kommen die "Gildeschwestern und -brüder" einmal im Jahr für jeweis zwei Tage zusammen, um das Gildefest zu begehen. Fand in früheren Zeiten noch das Schießen abwechselnd auf den Hofstellen der Teilnehmer statt. Im Jahr 1981 wurde der Schießstandkomplex erbaut. Seither kommt die Gildegemeinschaft dort zusammen, um zur die Schießwettkämpfe auszutragen. Da es im Ort keinem Gastwirtschaftsbetrieb mehr gibt, werden die Gildefeierlichkeiten sowohl im Gemeindezentrum, als auch in einem Landgasthof in einer Nachbarortschaft gefeiert.

(Quelle: Dorfchronik, Peter Schröder)


PRESSEBERICHT SHz, 29.05.2012, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Schützengilde

 

Nervenstarker König mit ruhiger Hand

Alt Bennebek | Die Schützengilde Alt Bennebek feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Das Festprogramm umfasste zwei Wochenenden und begann mit dem obligatorischen Kranzbinden für Gildebaum und Ehrenpforte. Am folgenden Tag wurde der Gildebaum gegenüber der ehemaligen Meierei aufgestellt. Mit einem Umzug wurde das Königspaar 2011, Maike Walter und Hauke Hinrichsen, abgeholt. Dann wurde auf dem Schießstand Alt Bennebek um die Königswürde im Jubiläumsjahr geschossen.

Damen und Herren schossen erstmals gemeinsam an einem Tag auf die 11er-Ringscheibe und die Bockscheibe. "Bei dem stürmischen Regenwetter auf 100 Meter noch 81 von 84 möglichen Ringen zu erzielen, erfordert Nervenstärke und eine ruhige Hand", stellte Bürgermeister Armin Falkenhorst in seiner Grußrede fest. König wurde mit besagten 81 Ringen Jörg Pahl, der den Beinamen "der Strebsame" erhielt. Den ersten Preis (80 Ringe) erlangte Andreas Schröder vor Armin Falkenhorst, Timo Kock, Volker Kuchlenz und Jens Leweke.

Hauke Hinrichsen wurde Kringelkönig. Bei den Damen wurde Gundula Schröder mit 77 Ringen die Jubiläumskönigin vor Sandra Pahl, Nadja Cohrt, Anja Kuchlenz, Ingrid Kock und Bettina Dresen-Junge.

Mit Musik und Tanz und dem "Eierbraten" bei der neuen Königin wurde dieser Festtag beendet.

Ein Wochenende später wurde die Gildefeier mit den 26 Mitgliedspaaren und Gästen in der ehemaligen Schule fortgesetzt. Delegationen benachbarter und befreundeter Schützengilden waren der Einladung gefolgt.

Amtsvorsteherin Sigrid Cohrt sowie Landrat und stellvertretender Kreispräsident Ulrich Brüggemeier überbrachten Grüße und Geschenke. Die Gilden seien feste Bestandteile der Dörfer und wichtige Elemente des öffentlichen Lebens.

Nach dem Kaffeetrinken gab es Gelegenheit, sich beim Preisschießen mit dem Lichtgewehr zu beteiligen und eine Stellwand mit Fotos und Schriften aus der Chronik zu besichtigen. Um 18 Uhr zog die Festgemeinschaft in Begleitung des Feuerwehrmusikzuges Tetenhusen durch das festlich geschmückte Dorf, bevor am Abend in Meggerdorf gefeiert wurde. Traditionell wurde das Gildefest mit dem "Eierbraten" beim neuen König beendet.

Ein kleines persönliches Jubiläum feierte Karl-Heinz Kuchlenz: Seit 25 Jahren ist er für die Schützengilde als Weihnachtsmann unterwegs und überbringt Geschenke an die Gildemitglieder, die über 70 Jahre alt sind.

Die Schützengilde Alt Bennebek wurde im Landesarchiv erstmals 1756 erwähnt. Im Besitz der Gilde befindet sich ein Zinnkrug, der das Datum 1816 trägt. Handschriftliche Aufzeichnungen existieren aber erst seit dem 5. Mai 1912, dem Tag der Neugründung. Sinn und Zweck der Gilde sind jedoch geblieben: die Pflege der dörflichen Gemeinschaft als Zeichen von Heimatverbundenheit. (Bericht: Ute Thomsen)